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AIDAluna Transamerika 2 & Nordamerika 3

Name des Schiffes: AIDAluna

Transamerika 2 vom 29.08.-14.09.2013 & Nordamerika 3 vom 14.09.-28.09.2013

Routenverlauf

Transamerika 2: Hamburg, Bergen/ Norwegen, (Klaksvik/ Dänemark), Reykjavik/ Island, Prinz Christian Sund/ Grönland, Qaqortoq/ Grönland, (St. John´s/ Kanada), Halifax/ Kanada, New York/ USA

Nordamerika 3: New York/ USA, Hamilton/ Bermuda, Nassau/ Bahamas, Miami/ USA, Port Canaveral/ USA, Charleston/ USA, Baltimore/ USA, New York/ USA

Anreise am 29.08.2013 in Hamburg:

Wir kamen gegen 13:30 in Hamburg an und unser Gepäck wurde bereits nach dem Aussteigen aus dem Auto freundlich entgegen genommen und mit den entsprechenden Bandarolen aus den Reiseunterlagen versehen. Auch der weitere Check-In war unproblematisch, da noch kaum Andrang herrschte. Die frühe Anreise hatte sich also gelohnt. Nachdem wir auf dem Schiff ankamen, begegnete uns die erste Schlange am Ausflugschalter. Ich wollte gleich noch einen Ausflug tauschen und das Babyphone ordern und Frank bezog mit Arik schon mal die Balkonkabine auf Deck 8, die sogar schon bezugsfähig war. Arik konnte es kaum erwarten, seinen bereits verspäteten Mittagsschlaf endlich anzutreten. Leider war, trotz Nachfrage im Vorfeld der Reise, kein Babyreisebett im Zimmer vorhanden  Dieses wurde dann erst nach dreimaliger Nachfrage bei der Rezeption gegen 17Uhr geliefert!!! Da war das Kind bereits komplett durch den Wind und die eigentlich begonnene stressfreie Anreise erhielt einen faden Beigeschmack. Zum Glück hatte Mario Landgraf als Begrüßung einen leckeren eisgekühlten Cuveesekt auf die Kabine schicken lassen. Ein leckerer Trost 😉

Abreise am 28.09.2013 aus New York:

Da wir unsere Koffer bereits 1Uhr vor die Kabine stellen mussten, begannen unsere Abreisevorbereitungen bereits am Mittag des 27.09.. Am Morgen des 28. waren dann 9Uhr die Kabinen zu verlassen und 12Uhr sollten alle Gäste vom Schiff sein. 10:45 entschieden die amerikanischen Behörden jedoch spontan, das ganze eine Stunde vorzuziehen, wodurch es natürlich ein ganz schönes Gedränge gab. Wir wackelten also mit unserem Handgepäck gegen 11Uhr vom Schiff und hatten noch Freizeit bis 17Uhr, denn da ging unser Transfer zum Flughafen, auf dem wir dann 18:30 ankamen.

Nun begann mit Kind eine lange Zeit bis zum Bording um 21:15. Tipp: es macht also Sinn, mit Kind einen früheren Rückflug zu buchen! Noch ein Tipp: für Gäste mit einem Rückflug nach 20Uhr gibt es einen Gepäckaufbewahrungscontainer. Alle anderen Gäste sollten schauen, dass Sie eine Ausflug über AIDA buchen, der gleichzeitig als Transfer am Flughafen endet und auch das jeweilige Gepäck mitführt. Wenn man nämlich keinen Ausflug gebucht hat, dann steht man 12Uhr mit seinem Gepäck vor dem Schiff und hat so keine Möglichkeit mehr, etwas zu unternehmen, sondern sitzt einfach die Zeit bis zum Transfer ab. Tipps: – Kopfhörer fürs Fitnessstudio mitnehmen – lieber bissel weniger Klamotten mitnehmen, da man sowohl an Bord (Boss, Gaastra …) also auch in New York und Miami shoppen kann – wer weizenfrei ißt, und damit meine ich nicht glutenfrei, der sollte sich wenigstens für den Anfang der Reise weizenfreies Brot und Müsli mitnehmen, denn das gibt es gar nicht an Bord  – bitte den Arzt nur im Notfall in Anspruch nehmen. Wir haben für die 5minütige Entfernung eines Gerstenkornes am Auge 135€ bezahlt.

Beschwerden kann die Rezeption nicht entgegennehmen und der Arzt lässt gar nicht mit sich diskutieren, obwohl er nicht stattgefundene Posten abrechnet. Da er amerikanischer Staatsbürger ist, kann man sich auch in Deutschland nicht bei der kassenärztlichen Vereinigung über ihn beschweren. – bei den Massagen sollte man den Masseur ruhig darauf hinweisen, wenn man eine kräftigere Massage wünscht, da sie von der AIDA angewiesen sind, sanfte Wellnessbehandlungen zu verabreichen … und manche mögen es ja doch etwas kräftiger. Wir hatten insgesamt 8 Anwendungen und da die Preise 2,5mal so teuer sind, wie in Deutschland, wollten wir über eine Rabatt verhandeln. Leider ohne Erfolg. Es gebe ja immer mal Angebote. Die nutzen mir aber nix, wenn ich eine spezielle Anwendung möchte, die nie rabattiert ist! – Was zu erwähnen wäre: früher gab es wohl Wasserspender auf den Gängen. Jetzt kann man AIDA-Wasserflaschen kaufen für 2,50€!!!

Liebe AIDA, das ist zuviel Geld für einfaches Wasser!!! Auch ist es bei einem All-inklusiv-Urlaub nicht üblich, dass man ab 14Uhr in der Pizzeria das Wasser bezahlen soll, weil die Getränke angeblich nur während der Bella-Vista Öffnungszeiten inklusive sind. – als ich für Frank in der ersten Reisehälfte mal einen Golfausflug buchen wollte, meinte der Scout, dies wäre aufgrund der zu kurzen Liegezeiten nicht möglich. Außerdem wäre eine Mindestanzahl von 3 Personen nötig und die wird bestimmt nicht erreicht. Witzig oder? Immerhin hat der Golfcounter 4 Stunden am Tag geöffnet. Wofür wird der Herr dann bezahlt? Dafür, mir zu erklären, dass ein ausgepriesenes Angebot gar nicht verfügbar ist? Restaurants: – das Bella Vista war eigentlich das gemütlichste Restaurant, weil es nicht so laut ist und man von Deck 11 den schönsten Blick hat. Auch gibt es jeden Abend ein anderes regionales Essensthema. Oft ist es sehr pastalastig – das Marktrestaurant hat eine sehr gemischte Küche und definitiv am Abend die beste Käseplatte, auf der alle Käsearten von der Milchart her beschriftet sind und Feigensenf ist auch immer mit dabei – Die Weite Welt ist zweigeteilt: eine Seite ist sehr asiatisch angehaucht und hat die besten frisch zubereiteten Desserts, die andere ist eher mit viel Fisch, was man leider manchmal auch beim Betreten bereits riecht – Kinderstühle sind überall Mangelware  Reisefilm und Fotoshop: – tolle Idee, weil man vor allem auch das An- und Ablegen an den einzelnen Zielplätzen mit dabei hat, aber leider macht AIDA daraus einen reinen Werbefilm in eigener Sache. Immer wieder wird das Logo eingeblendet und alle sind nur fröhlich beim anstoßen und „AIDA Luna“ sagen gefilmt.

Schade eigentlich, denn das hätte der Veranstalter nicht nötig. Der Preis lag bei einem Reisefilm bei 79€ und beide hätten wir dann rabattiert für 89€ erhalten, haben uns aber aus oben genannten Gründen dagegen entschieden – bei jedem Landgang wird man fotographiert und kann die Bilder danach käuflich erwerben für 7,50€ pro Bild!!! Aber irgendwie kriegen Sie einen dann doch, weil es oft die einzigen Bilder sind, auf denen man mal zu dritt drauf ist Fitness und Sauna: – beides Topp und vielgenutzt, daher hier nicht immer nochmal beim Tagesgeschehen mit erwähnt – bestimmte Kurse wie Yoga oder Spinning kosten extra und sind mit Voranmeldung – manchmal voll zu bestimmten Stoßzeiten, aber das verlief sich immer wieder sehr schnell.

29.08.2013 Hamburg/ Deutschland (bewölkt, 20°, 1.024km bis Bergen)

Die Anreise haben wir ja bereits beschrieben. Obwohl alles perfekt anfing wurde es ab 17Uhr dann doch etwas unentspannt. Wir mussten mit unserem total übermüdeten Arik an der Pflicht-Rettungsübung teilnehmen und die dauerte und wollte kein Ende nehmen. Trotzdem rappelten wir uns um 18Uhr mit unserem Müdschlumpf auf und fuhren nach oben auf Deck12, um dem spektakulären Ablegen der AIDA beizuwohnen.

Arik fiel irgendwann dann einfach um und schlief wie Razzeputz und wir erkundeten dank des geliehenen und wirklich gut funktionierenden Babyphones (5€ pro Tag … für Passagiere, die für viel Geld 30Tage auf dem Schiff verurlauben, sollte dieses Extra doch gratis sein!!!) das Schiff und ließen uns bei der Eröffnungsveranstaltung 21:30 auf dem Pooldeck die AIDA-Crew vorstellen sowie einen kleinen ersten Ausblick auf die uns erwartende Reise.

30.08.2013 Seetag (wechselhaft, 18°)

6:10 Arik begrüßt den Tag und wir sind freudigst überrascht, wie herrlich bequem die Matratzen sind und wie ausgeruht und ausgeschlafen wir uns trotz der frühen Stunde fühlen. Dann das erste Frühstück: die Gäste kloppen sich regelrecht am Buffet und wir warten ewig auf einen Kinderstuhl. Angeblich sind alle bereits gerade verborgt! Was macht die AIDA, wenn in der Ferienzeit wirklich viele Kinder an Bord sind!!! Nicht schön, da das Essensthema mit so einem kleinen Kerl eh schon nicht so entspannt ist. Vielleicht können wir ja einen festen Kinderstuhl reservieren, aber das lehnt die Rezeption ab. Wenn man damit anfangen würde, dann wöllten das alle und das ginge ja nun gar nicht  10Uhr ist Treff auf Deck5 im KidsClub. 4 Erzieherinnen berichten, dass sich auf dem Boot ca. 25 Kinder befinden, wovon die Hälfte wahrscheinlich unter 3 Jahren ist, aber sie können leider erst ab 3 betreuen und der beheizte Kinderpool draußen mit Rutsche darf von den Windelträgern natürlich auch nicht benutzt werden. Flexibilität = 0! Schade  Also teilen wir uns für den Rest des Urlaubs auf: es kann immer nur einer in die Sauna, ins Fitnessstudio oder zum Volleyball … der andere sitzt im Bällebad mit Arik neben der Rutsche … tolle Aussicht. Abends gabs Cocktails und eine wirklich professionelle Elvis Presley Show mit Kevin Weatherspoon, die für uns beste Stimme des AIDA Show-Ensembles.

31.08.2013 Bergen/ Norwegen (wechselhaft, 14°)

Schade, wir waren erst 9:30 auf Deck12, als das Schiff bereits unter der großen Hängebrücke hindurch schwamm, aber wir konnten vom Balkon aus trotzdem vieles mit der Kamera festhalten! 10Uhr begann unser Mammutausflug: 7,5h die faszinierende Naturlandschaft Westnorwegens, die man am besten auf der Fahrt zum Hardangerfjord erlebt. Natur pur.

Die Probe aufs Exempel mit unserem Arik, aber probieren geht ja bekanntlich über studieren. Er hat 6 Stunden Busfahrt so tapfer durchgehalten, aber es war einfach zu lang für den kleenen Kerl. Aber wir haben viel gesehen (Fjorde, Wasserfälle) und hatten einen wirklich fähigen einheimische Reiseleiter, der die Rücktour sogar unkonventionell mit Musik von Edward Krieg und anderen norwegischen Komponisten untermalte, was zu dem Zeitpunkt die doch etwas gestressten Gemüter herrlich entspannte. Wir hatten für Bergen phantastisches Wetter abgepasst: blauer Himmel, Sonne und ab und an ein bisschen Regen, aber da saßen wir meist im trockenen Bus. 19 Uhr gab es dann auf der AIDA die Durchsage, dass wir die Farörinseln wegen 6-8 Meter hoher Wellen auslassen müssen. Schwierig, dass diese Durchsagen in den Kabinen nicht ausschaltbar sind und Arik, der gerade eingeschlafen war, erwachte natürlich wieder. Auf Kinder unter 3 ist hier scheinbar niemand wirklich eingestellt! Ab 19:30 genossen wir dann „Sauna unterm Sternenhimmel“ mit wohltuenden Aufgüssen, Peeling, Maske und viel Ruhe (natürlich gegen Aufpreis! 20€ pro Person, aber dafür kann man dann auch die sonst kostenpflichtige Wellnessoase mit nutzen). Die Mädels vom Wellnessbereich nahmen sogar das Babyphone an sich, damit wir einen gemeinsamen Aufguss genießen konnten. Und während des Aufgusses legte das Schiff ab und wir waren vor dem großen Panoramafenster in der finnischen Sauna live dabei.

01.09.2013 Seetag (wechselhaft, 12°, 1.939km bis Reykjavik)

Unser pünktlicher Wecker Arik haut uns 6:20 raus und das, obwohl es durch die erste Zeitverschiebung ja eigentlich noch eine Stunde früher ist. Viele waren seekrank, was endlich für etwas Luft am Buffet sorgte. Endlich mal nicht so ein Gerammel  Am Abend genossen wir eine tolle Show im Theatrium: „Viva Las Vegas“ mit der warmen souligen Stimme von Kevin Weatherspoon, der Songs von Elvis Presley, Stevie Wonder und Michael Jackson präsentierte. Anschießend versanken wir mit Emmi & Willnowsky in den Untiefen des menschichen Humors. Sie präsentierten die schrägsten Lieder, die schrillsten Sketche und die schlimmsten Witze der Welt und wir amüsierten uns köstlich.

02.09.2013 Seetag (bewölkt, 8°)

Ich genoss gleich 9Uhr eine wirklich entspannende Ganzkörpermassage und da die Sauna bereits 8Uhr öffnet, gönnte ich mir sogar vorher noch einen Saunagang. Heute wollten wir gemütlich um 15Uhr mal einen Kaffee trinken und waren geschockt vom irren Ansturm auf das Kuchenbuffet. Als hätte es den ganzen Tag noch nichts zu essen gegeben. Wirklich gruslig, was manche so in sich hineinschaufeln. Es gibt bis 14Uhr Mittagessen und um 10 vor 3 steht vor dem Weite Welt Restaurant schon wieder eine riesige Schlange für Kaffee und Kuchen an!!! Aber wenn alles bezahlt ist, muss man´s natürlich auch „abessen“. Wir überlegten, ob wir vielleicht das abendliche Anstellen am Buffet mal umgehen wollen und an der SushiBar natürlich auch wieder kostenpflichtig mal Sushi naschen. Immerhin werden die kleinen Leckereien auch im AIDA-TV angepriesen. Jedoch fragte ich mich, wie denn die Sushiqualität des Fisches (nämlich tagfrisch) auf dem Schiff garantiert werden soll und nachdem ich vom Kellner die herablassende Antwort bekam „natürlich sei der Fisch tiefgefroren“ begrub ich den Gedanken, am Abend mal Sushi essen zu gehen. Nigiris mit vormals gefrorenem Thunfisch muss ich nicht probieren. Dafür ließen wir uns am Abend von der Exklusivshow „Somnambul“ des Show-Ensembles in eine poetische Traumwelt entführen und waren begeistert von phantasiereichen Kostümen, wundervollen Songs und toller Akrobatik. Sehenswert!

03.09.2013 Reykjavik/ Island (leicht bewölkt, 11°)

12:15 legten wir in Reykjavik an, der nördlichsten und vielleicht auch heißesten Hauptstadt der Welt … jedenfalls unter der Erde. Da wir doch sehr abgelegen anlegten, nutzten wir den Shuttlebus (Tagesticket für 10€), um ins Zentrum zu gelangen. Wir spazierten bei Wind, Sonne und unzähligen Regenbögen in die Innenstadt und dann zur Hallgrimskirche (bei schönem Wetter lohnt es sich auch, mit dem Fahrstuhl auf deren 75 Meter hohe Aussichtsplattform zu fahren und einen Blick über die Stadt zu erhaschen). Von da aus starteten wir einen wohltuender Fußmarsch zurück zum Schiff. Endlich mal ein bisschen Bewegung 😉 Leider war es wohl zu windig oder besser gesagt ich falsch angezogen, so dass mir unser Ausflug eine Erkältung bescherte und ich mich abends ganz schön verschnupfelt fühlte. Ab 21Uhr wurde an Bord „Wer wird Millionär“ gespielt. Die Leute standen Schlange für die 150 limitierten TED-Geräte, da man einen Platz auf der 86-tägigen Jungfernfahrt der neuen AIDA 2015 gewinnen konnte. Wir gönnten uns leckeren Wein von der Vinothek auf Deck10, da wir den all-inklusive-Wein jetzt schon nicht mehr sehen konnten. Die Weinpreise sind nicht ohne und es werden peinlich genau 0,1 oder 0,2 abgemessen. Übrigens wurde die Frage, ob sich dann nur Rentner auf der 86-tägigen Fahrt befinden von AIDA verneint, sie wäre auch für Burn-Out-Patienten die richtige Wahl!!! Aha! Burn-Out-Kranke und Rentner auf einen Schiff sind wirklich eine spannende Mischung.

04.09.2013 Reykjavik/ Island (leicht bewölkt, 11°)

Da unser Tag wie immer früh begann, zogen sich die Stunden bis zum Ausflugsbeginn ein wenig, aber 11Uhr ging es endlich los. Wir waren gespannt und ergatterten den Busplatz in der ersten Reihe mit Panoramablick (einige andere Gäste, die ganz hinten sitzen mussten, beschwerten sich mit Recht, weil sie für denselben Preis gar nichts sehen konnten). Aber unser Platz war perfekt für das uns bevorstehende Naturschauspiel aus Vulkanen, Gletschern, Geysiren und Wasserfällen. Mit Individualtourismus hatte das jedoch wenig zu tun, da ca. 700 Touris an der Tour teilnahmen. Und es war trotzdem der Knall im All. Wir fuhren bei Topp Wetter (selbst der einheimische Reiseleiter betonte mehrfach, wie ungewöhnlich sonnig dieser Tag war) ins Gebiet des großen Geysirs zur Springquelle Strokkur (witzig ist, dass immer mit dem großen Geysir geworben wird und kurz vorher erfährt man dann, dass dieser seit Jahren schon nicht mehr aktiv ist!!!). Aber egal, der Dampf der heißen Quellen zischte auch bei den kleineren Geysiren einfach aus dem Boden und entlud sich durch mehrere kleinere und große Wassersäulen von bis zu 25 Metern. Anschließend ging es weiter zum Wasserfall Gullfoss und da die Sonne schien verwandelten sich Millionen von Wassertropfen des 30 Meter in die Tiefe stürzenden Wasserfalls in einen farbenfrohen Regenbogen. Letzter Halt der Tour war das älteste Naturschutzgebiet Islands. Das Gebiet von Thingvellir, in dem zahlreiche Erdspalten und Risse beeindruckende Zeugnisse der Kontinentaldrift sind wodurch ein faszinierendes Gebiet mit Lavaströmen, tiefen Erdspalten, Seen und üppiger Vegetation entstand.

05.09.2013 Seetag (bewölkt, 9°, 1.272km bis zur Prinz-Christian-Sund-Passage)

Nachdem wir an der Polartaufe für die Erwachsenen nicht teilgenommen hatten, waren wir heute mit Arik bei der Atlantik-Kindertaufe um 15Uhr mit am Start. Die Mädels der Kinderanimation hatten sich toll als Meeresbewohner geschminkt und verkleidet und die Kids hatten echt viel Spaß. Jedes Kind erhielt sogar eine Taufurkunde. Wir freuten uns den ganzen Tag auf unser abendliches Highlight zu Franks Geburtstag: ein leckeres 6-Gang-Menü im Gourmet-Restaurant Rossini. Endlich mal wieder bedient werden ohne Anstehschlacht am Buffet und gemeinsam essen ohne dass immer einer gerade wieder am Buffet unterwegs ist. Wir genossen den Abend bei kulinarischen Häppchen, lecker Wein in sehr schönem Ambiente und muß man auch mal sagen: zu vernünftigen Preisen. Die Krönung war eine Etagere mit selbstgemachten Pralinen zum abschließenden Espresso. Sehr lecker.

06.09.2013 Seetag Prinz-Christian-Sund-Passage/ Grönland (bewölkt, 9°, 178km bis Qaqortoq)

Nun hat es Arik doch erwischt. Immerhin haben wir mittlerweile die Uhr schon 4 Stunden nach hinten gedreht und heute Morgen war er dann doch schon 5:15 putzemunter und unsere Nacht war zu Ende. Draußen pfiff der Wind im dichten Nebel. Nach einem frühen Frühstück verging die Zeit soooo schleppend, bis endlich 10Uhr der Kidsclub öffnete. Gegen 12Uhr erreichten wir den engen Prinz-Christian-Sund an der Südspitze Grönlands und der Nebel lichtete sich immer mehr, so dass sich die atemberaubende Schönheit dieses natürlichen Kanals für unser Auge eröffnete. Dennoch hingen vereinzelte Wolken tief über dem Wasser. Eine fast bizarre Hexenlandschaft aus scharf geschnittenen Felsen, grandiosen Gletschern und spektakulären Eisbergen. Sehr beeindruckend. Leider haben wir keine Wale und Robben sichten können. Nachdem wir Grönlands Schönheit während Ariks Mittagsschlaf von der Sauna aus bestaunten mummelten wir uns zu dritt dick ein und genossen sogar vollkommen unerwartet noch Sonnenstunden auf Deck 12. Frank spielte spontan einige Sätze Volleyball und gönnte sich danach einen 16 Jahre alten Whiskey on the Rocks mit echtem grönländer Gletschereis, was die Crew frisch „geerntet“ hatte. Eine echt tolle Idee. Die Leute standen Schlange! Nach dem Abendessen wurden wir im Theatrium Zeuge von waghalsiger Akrobatik. Die „Varieté Cards“ sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Eine atemberaubende Perfektion, ohne Netz und doppelten Boden, dafür mit viel Emotion und Hingabe. Und bei allem Kraftaufwand sieht es auch noch total leicht und spielerisch aus. Irre!

07.09.2013 Qaqortoq/ Grönland (wechselhaft, 4°)

8:00 legten wir in Qaqortoq, dem größten Ort Südgrönlands, an. Da die Wettervorhersage nur 4° meldete und Regen, entschied ich mich, mit meiner Schnupfnase und Arik, der auch schon schniefte, an Bord zu bleiben. Frank genoss, nachdem er mit einem Tenderboot übergesetzt wurde, einen alleinigen Landgang. Mit dem Kinderwagen wäre man da eh nirgends lang gekommen. Er brachte uns tolle Bilder mit von den drei erklommenen Gipfeln mit herrlichem Blick in die Fjorde. Er schwärmte danach von dem wunderbaren Gefühl, da oben mit sich und der Natur allein aber auch Eins sein zu können. Es waren für ihn bewegende Momente der Ruhe! Auch der Ort selbst bot mit seinen farbenfrohen Gebäuden aus der Kolonialzeit viele schöne Fotomotive. Am Nachmittag nahmen wir Arik mit in die Aromasauna. Die hat nur 55° und ist für Kinder auch geeignet und wir hatten zu dritt viel Spaß. Am Abend übertrafen sich dann die Programmpunkte mal wieder und wir ergatterten sogar ein gutes Pläzchen im Theatrium (Tipp: die meisten sitzen ab 19Uhr, um gute Plätze zu besetzen und stehen dann auch bis zur letzten Show nicht mehr auf. Wenn man diese ewige Warterei vermeiden will, tut es auch ein Platz im Gang auf Deck 10. Da sitzt man dann auf den Treppen auch bequem und hat einen tollen Blick … besser als in Reihe 2 oder 3.) Wir kuschelten mit Gänsehaut bei toll interpretierten Liebesliedern, lachten uns bei Emmi und Willnowsky kaputt und in der anschließenden ABBA-Homage schwelgte jeder in alten Erinnerungen, die er mit den Liedern verband.

08.09.2013 Seetag (bewölkt, 9°, 1.550km bis St. John´s)

Wir sind auf dem Weg nach St. John´s und der Tag beginnt wie gewohnt früh durch unseren pünktlichen 6Uhr-Wecker Arik. Die Zeit, bis 10Uhr endlich der KidsClub öffnet schleppt sich dahin. Arik genießt es, endlich mal ohne Ziel auf dem Schiff herumzustromern, alle Fahrstühle gleichzeitig zu ordern, um dann doch nicht einzusteigen, den Fitnessclub genauestens zu inspizieren und dabei vor Glück lustig vor sich hin zu jauchzen. Leider will der Nebel und Regen den ganzen Tag nicht weichen, so dass wir gar nicht raus können. Frank freute sich riesig auf „I want it all“ am Abend im Theatrium, aber die QueenShow war leider nicht so der Hit. Freddy Mercury ist einfach schwer nachzuahmen und nicht zu toppen, aber die russischen Tänzer und Tänzerinnen habens dann doch noch rausgerissen. Die waren wirklich spitzenklasse!!!

09.09.2013 St. John´s/ Kanada (wechselhaft, 17°)

Neufundland ist geprägt von rauen Bergen, kahlen Fjorden, tiefen Gletscherseen ausgedehnten Wäldern und den von Wellen ausgewaschenen Klippen. Neufundlands Hauptstadt konnten wir jedoch leider nicht anfahren. Arik schlief und wir saßen gegen 14Uhr mit dem Fotoapparat bewaffnet zur Hafeneinfahrt bereit in der Sonne auf Deck 11, da brach der Kapitän die nur 80Meter breite Einfahrt in den Naturhafen aufgrund Wind und Wellen ab. Doch kein Landgang jedoch ein weiterer Seetag, dafür bei endlich gemütlichen Temperaturen von fast 20°C. Ab 19:30 genossen wir dann wieder ein „Spa unterm Sternenhimmel“ mit Erlebnisaufgüssen, Tee, Obst, Peeling, Maske und kuscheliger Zweisamkeit.

10.09.2013 Seetag (leicht bewölkt, 15°, 1.041km bis Halifax)

Unsere Anfrage im KidsClub, ob dieser schon 8:30 das Spielzimmer für die Kleinen öffnen könne, wurde mit dem Argument abgebügelt, dass die Öffnung um 10Uhr auf allen AIDA-Schiffen Standard wäre und außerdem dann bestimmt erfahrungsgemäß Spielsachen geklaut werden würden … genau! Wir würden das gesamte Bällebad wegschleppen. Sind denn alle Eltern kleinerer Kinder potenzielle Diebe! (Tipp: wie ich zu Beginn der zweiten Reise erfuhr, wurde eine frühere Öffnung durch die Rezeption dann doch unproblematisch möglich gemacht … ich hatte wohl an der falschen Stelle [bei den Mädels der Kinderanimation] gefragt). Auf dem Weg nach Halifax wurden wir am Nachmittag an Deck ordentlich durchgepustet. Arik fiel mit samt dem Kinderwagen aufgrund des Windes auf Deck 12 einfach um und der Schreck saß ihm noch lange in den Knochen. Auch Franks Volleyballspiel machte bei dem Gepuste keinen Spaß, weil der Ball mehrfach abtriftete. Uns erreicht die Nachricht, dass es für die ausgefallenen Landtage in St. John´s und auf den Farörinseln 200€ Gutschrift auf dem Bordkonto gibt! 20Uhr legten wir in Halifax an und es freuten sich viele Gäste, endlich von Bord gehen zu dürfen und Halifax´s Nachtleben zu erkunden … das kam für uns leider nicht in Frage, aber die mittlerweile 5stündige Zeitverschiebung macht auch uns irgendwie zu schaffen. Wir fielen 21Uhr ins Bett und razzten sofort weg.

11.09.2013 Halifax/ Kanada (wechselhaft, 20°)

Arik lässt uns genau 20 Minuten länger schlafen, aber heute lohnt sich das Aufstehen, weil wir ja endlich mal wieder von Bord dürfen, um die größte Stadt der wildromantischen Halbinsel Neuschottlands zu erkunden, das „San Francisco des Nordens“. Wir schlendern bei milden 20°C durch maritimes Flair und sind froh, keinen Ausflug gebucht zu haben, da doch die vielen Sehenswürdigkeiten sehr dicht beieinander liegen und wir sie in unserem Tempo zu Fuß ablaufen können. Wir spazieren durch das liebevoll restaurierte Hafenviertel und toben mit Arik durch den herrlich duftenden Public Garden. Bereits 1836 angelegt ist er mit seinen Ententeichen und Blumenbeeten der älteste viktorianische Garten Nordamerikas. Weiter ging es zur Festungsanlage Citadel Hill, von der wir jedoch aufgrund Nebel und Sprühregen keinen weiten Ausblick genießen konnten. Die Kanadier sind übrigens unglaublich hilfsbereit. Sobald man mit Stadtplan suchend an einer Kreuzung steht, kommt sofort jemand, der Hilfe anbietet. Auch kommt uns alles entschleunigter vor, als in Deutschland. Alle Autos halten sofort, sobald ein Kinderwagen die Straße überqueren will … bei uns undenkbar! Am Abend warteten zwei Höhepunkte: zuerst das Tanztheater „Bis an alle Sterne“. Weiche verträumte Choreographien zu wunderschön vertonten Rilketexten und im Anschluss daran holten uns Emmi und Willnowsky mit ihren Untiefen des menschlichen Humors wieder zurück in die Realität. Bauchmuskelkater!

12.09.2013 Seetag (bewölkt, 20°, 1.126 km bis New York)

Unser verlässlicher Wecker Arik war defekt. Er klingelte bereits 4:30 und beendete die Nacht. Wir haben uns dann ab 5Uhr im Bett für 6€ einen James Bond Film angesehen … Action schon vorm Frühstück. Das Tagesprogramm lud aufs Pooldeck ein. Komischerweise waren aber alle Pools wasserlos und es wurden gerade Maler- und Instandhaltungsarbeiten vorgenommen. Hmmm, wäre unsere Reise in New York zu Ende gewesen, hätte ich das ganz schön ärgerlich gefunden. Da sind endlich bissel über 20°, aber man kann nicht mehr baden gehen!?!? Unsere Klimaanlage war seit 3 Tagen defekt. Sie powerte auf Vollleistung, so dass man kaum in die Kabine hineinkam, so drückte es von innen gegen die Tür. Arik hustete bereits seit 2 Tagen, da sein Reisebett direkt unter der Klimaanlage stand. Die Rezeption wollte uns die ganze Zeit einreden, dass müsse so sein bis es Frank mit Nachdruck gelang, eine Spezialisten zu ordern, der sich das Thema vor Ort mal ansah. Nach langem hin und her stellte sich heraus, dass Franks gestellte Diagnose richtig war und das Problem konnte endlich behoben werden. Leider blieb Ariks und mein Schnupfen, der eigentlich vermeidbar gewesen wäre, hätte man unser Problem gleich ernst genommen. Schade! Am Abend gabs ein Farewell-Dinner mit zahlreichen Delikatessen, u.a. Hummer und später dann ein Sektbuffet auf dem Pooldeck (beides leider nicht wirklich lecker). Dafür tanzten wir aber noch das erste Mal im Urlaub unter freiem Himmel endlich einen Walzer.

13.09.2013 New York (leicht bewölkt, 25°)

Das erste und einzige Mal im Urlaub haben wir uns den Wecker auf 5Uhr gestellt, da wir natürlich das Einlaufen in New York auf Deck12 mitverfolgen wollten. Die Stadt die niemals schläft und uns durch ihre unglaubliche Atmosphäre einige Tage in Atem halten wird. Frank fotografierte fleißig und Arik war so aufgekratzt, dass er uns trotz der frühen Morgenstunde volle Konzentration abfordert. Obwohl wir bereits 8Uhr anlegten, war das Thema Passkontrolle für viele eine unendliche Geschichte. Es wäre wirklich wünschenswert, vom Reisebüro im Vorfeld einen Tipp dazu zu erhalten. Alle Gäste werden in Gruppen eingeteilt und wenn man keinen Ausflug über AIDA gebucht hat oder eine andere individuelle Buchung vorweisen kann, dann kommt man, wenn man Pech hat, erst 13Uhr von Bord. Und am nächsten Tag müssen die Abreisenden 9Uhr aus der Kabine sein und 12Uhr vom Schiff. Da kauft man einen Urlaub mit 2 Tagen New York und hat am Ende nicht mal einen!!! Wir hatten ja zum Glück Zeit und verlassen 11Uhr mit unserem Privatscout Thomas, Stephie und Fynn (ein Pärchen mit gleichaltrigem Kind, was wir im Kidsclub kennenlernten) das Schiff. Wir werden aufgrund der Kinderwagen sofort an allen noch Wartenden vorbeigeschleust und die Kontrollen fallen weitaus simpler aus als angekündigt. Wir dürfen sogar Getränke und Essen für Arik mit von Bord nehmen! Und da ist sie nun: die ganze Welt auf engstem Raum, ein wirklicher Schmelztiegel der Kulturen mit 8 Millionen Einwohnern. Thomas, der sich in New York bereits auskennt, zeigt uns ausgewählte Sehenswürdigkeiten, bis die Fußsohlen dampfen. Wir beginnen in der Mitte Manhattans beim flimmernden und blinkendenTimes Square. Hier kreuzen sich 42nd Street und Broadway und alles ist schrill, laut und hektisch. Weiter geht es zum Empire State Building, das mit seinen 381 Metern, 110 Stockwerken und seiner faszinierenden Aussichtsplattform seit den Anschlägen vom 11.09.01 wieder als höchstes Gebäude der Stadt in den Himmel ragt. Unser nächstes Ziel ist das Rockefeller Center und zu Franks Freude geht’s danach zum UNO-Gebäude. Ich jammerte spätestens hier lautstark und so traten wir den Heimweg an und waren 16Uhr nach 5stüngigem Fußmarsch vollkommen platt wieder auf der AIDA. Frank war übrigens total baff, dass zwischen den riesigen Wolkenkratzern doch noch ca. 25% alte Häuserstruktur z.B. auch aus der Prohibitionszeit zu sehen ist. Alle Gäste sind bereits am packen und uns wird bewusst, dass unsere Reise nun gerade mal Bergfest feiert und dass wir uns entspannt auf weitere 14 Tage Urlaub freuen dürfen.

14.09.2013 New York (leicht bewölkt, 25°)

Nachdem wir gestern kaum Kinderwägen und gar keinen Spielplatz in New York entdeckten, fanden wir heute morgen direkt einen am Pier92, so dass Arik erst mal todesmutig toben konnte. Frank staunte Bauklötze, was sein nicht mal 2 Jahre alter Recke schon alles erklettert und vor allem, in welcher Präzision und Geschwindigkeit. Unser Spaziergang dann führte uns in den Central Park und es war komischer Weise genau so, wie oft in Filmen dargestell: grün, ruhig und ideal zur kleinen Erholung vom sonst hektischen New York. Was für ein Kontrast zum Brodwaytrubel gestern. Ein unbedingtes Muß bei einem New York Besuch und da er Fußwege von mehr als 50km Länge bietet, 3 Seen, mehrere Teiche, und viele verschiedene Sport- und Spielflächen, kann man locker einen ganzen Tag dort verbringen.

15.09.2013 New York (leicht bewölkt, 25°)

Heute stand unsere geplante Stadtrundfahrt mit dem Hop On Hop Off Bus an. Gleich am Pier faßte uns jemand ab und nach anfänglichen Verständigungsproblemen kauften wir dann zwei Tickets á 59$ pro Person, welche gleich zwei Stadtrundfahrten beinhalteten. Eine hätte 49$ gekostet und zwei eben 10$ mehr … aber TIPP: man schafft keine zwei an einem Tag! Arik hatte natürlich nicht viel Freude, im Bus still zu sitzen, hielt aber ganz tapfer durch. Die einzige Station, an der wir ausstiegen, war das Emire State Building, da Frank unbedingt auf die Aussichtsplattform wollte. Für 27$ pro Person waren wir dann nach ca. 40minütigen Anstehen endlich oben und genossen aufgrund glücklichem Wetter eine gigantische Aussicht über die Stadt.

16.09.2013 Seetag (leicht bewölkt, 20°, 1.308km bis Hamilton/ Bermuda)

Das Wetter kippte und wir waren froh, dass wir in den letzten Tagen den Central Park und auch die Aussichtsplattform vom Empire State Building bei Sonnenschein genossen haben. 12Uhr wiederholte sich die Rettungsübung für alle Passagiere und 13Uhr legten wir dann ab und hatten bei der Ausfahrt aus New York nochmal dieses herrliche Panorama. Arik schlief, so dass wir beide das Auslaufen genießen konnten ohne ihm ständig hinterher zu rennen. Ich genoß um 14Uhr endlich meine langersehnte Ayurvedische Massage, die sowohl meinen New York müden Beinen sowie meinem Rücken Linderung verschaffte. Wirklich sehr zu empfehlen obwohl die ausländischen Masseure nur englisch sprechen.

17.09.2013 Seetag (leicht bewölkt, 22°)

Herrlich warme Temperaturen überraschen uns schon am Morgen, als wir den Tag gemeinsam auf dem Balkon begrüßten. Bereits am Vormittag ist das Pooldeck voller badewütiger Sonnenanbeter und Arik darf auch das erste Mal plantschen und genießt das kühle Naß sichtlich. Er spritzt und erkundet alles neugierig, während Frank sich beim Volleyball diesmal leider den Frust holt, weil die Qualität der Spieler einfach zu unterschiedlich ist und es so keinen Spaß macht, zu spielen. Beim Abendessen quatschten wir uns bis 21:30 bei Rotwein fest und genossen dann gut beschwippst die Exklusivshow „Somnambul“ im Theatrium und anschließend auch noch unsere Bordtranse Gene Pascale, die beim neuen (im Schnitt ca. 5 Jahre jüngeren) Publikum wesentlich besser ankam und gefeiert wurde, wodurch auch er/ sie mehr in sein/ ihr Element kam. Schon erstaunlich, wie unterschiedlich das Publikum der ersten und zweiten Tour auf diesen Gastkünstler reagierte. Nachdem es bei der ersten Tour reihenweise Reklamationen an der Rezeption gab, liebten ihn die Gäste der zweiten Tour und feierten seinen derben Humor.

18.09.2013 Hamilton/ Bermuda (wechselhaft, 28°)

Ankunft in Bermuda gegen 8Uhr bei herrlich sommerlichen Temperaturen. Wir freuen uns darauf, nach dem Frühstück direkt an Land zu gehen. Leider liegen wir so weit außerhalb, dass wir in den 2 Stunden bis zum Ausflugsbeginn nicht wirklich was von der Insel zu Gesicht zu bekommen. Irgendwann finden wir dann zufällig einen kleinen hübschen Strand, nur 5 Minuten vom Schiff entfernt, aber es lohnt sich aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr, die 5$ Eintritt zu zahlen, da wir ja 12Uhr unseren Badeausflug nach Horseshoe Bay gebucht haben. Besser gesagt den Zubringer zu diesem Strand. Herrlich weißer feiner Sand und türkisfarbenes Wasser. Leider völlig ohne Schatten. Und das Ausleihen von Liege und Schirm hat auch nochmal 32$ gekostet. Wieso weisen die Scouts nicht darauf hin, wenn man mit kleinem Kind diesen Ausflug bucht und empfehlen uns stattdessen den nahegelegenen Strand … wohl, weil sie daran nix verdienen. 3 Buse á 20 Leute à 29€ für den Zubringer zum Strand sind 1.800€! Hätte man den Bus so über Einheimische gebucht, wäre man mit 4$ pro Person und Fahrt weggekommen  Was wir auf der 30minütigen Fahrt zum Strand sahen, wirkte austauschbar. Zwei schöne Golfplätze waren dabei. Von der angekündigten liebenswerten Mischung aus britscher Korrektheit und karibischer Lässigkeit war jedoch für uns nicht soviel zu spüren.

19.09.2013 Seetag (wechselhaft, 28°, 1.519 km bis Nassau/ Bahamas)

Heute spüre ich deutlich, wie ich langsam keinen Bock mehr auf dieses Frühstück hier habe und wie es auch schlaucht, an Seetagen den Tagesablauf auf Arik abzustimmen. Stundenlanges Sitzen im Kids-Club neben der Rutsche im Bällebad. Nach 2 Stunden sporteln im Fitnesscenter geht es mir besser. Vielleicht sollte bei Reisebuchung deutlich darauf hingewiesen werden, dass es wirklich keine Ausnahmen gibt für die Kinderbetreuung, die leider erst ab 3 Jahren greift.

20.09.2013 Seetag 21.09.2013 Nassau/ Bahama

Da Frank ab 11:30 einen Schnorchelausflug gebucht hatte, verließen wir relativ früh das Schiff, um den versprochenen kolonialen Charme der Bahamahauptstadt zu erleben. Leider war wohl außer den AIDA-Touristen noch kaum ein Einheimischer wach, so dass die Stadt eher einsam und schmuddelig wirkte. Das einzigste, was geöffnet hatte, waren riesige Juweliergeschäfte mit vielen Angestellten und Sicherheitsleuten, aber kaum Konsumenten. Dazu kam noch, dass es regnete. Alles in allem waren wir froh, 11Uhr wieder an Bord zu sein. Als Frank vom schnorcheln zurück kam, schwärmte er, dass die Stadt plötzlich wie ausgewechselt war. Alles bunt und voller Leben, Straßenmusikanten … wir waren wohl einfach am Morgen zu früh! Schade, dass viele AIDA-Ausflüge zeitlich ungünstig liegen, nämlich genau in der Mitte der Liegezeit. Man kann dann vor- oder nachher kaum noch etwas sinnvolles unternehmen oder nochmal vom Schiff gehen.

22.09.2013 Miami/ USA (wechselhaft, 32°, 341km bis Port Canaveral)

7Uhr legten wir im größten Passagierhafen der Welt an, der jährlich 2,5Millionen Besucher an Land bringt und heute auch uns. Die Hitze und Luftfeuchtigkeit in der wohl schillerndsten Stadt Floridas erschlägt einen förmlich, aber wir machen uns dennoch auf den Weg. Ein bisschen beneiden wir die Gäste, die sich die Everglades, den zweitgrößten Nationalpark der USA, anschauen werden mit seiner faszinierenden Flora und Fauna. Als wir jedoch auf dem Rückweg unserer Shoppingtour in der Mittagssonne fast zerflossen sind und der tapfere kleine Arik vor Erschöpfung im Wagen einschlief, wussten wir, dass unser Verzicht auf den Ausflug die richtige Wahl war. Wir werden ein andermal Alligatoren und Krokodile sehen. Außerdem war ja heute noch Bundestagswahl und die wurde von 11:30 bis 13:30 sogar auf dem Pooldeck übertragen

23.09.2013 Port Canaveral/ USA (sonnig, 32°, 350km bis Charleston)

Arik erwacht erst 7:15 und wir starten ausgeschlafen und gemütlich in den Tag. Da wir keinen Ausflug gebucht haben sind wir natürlich ein wenig traurig, dass unser Anlegeplatz so weit außerhalb liegt. Es gebe hier viel zu entdecken, denn es ist nur ein Katzensprung bis zum berühmten Raketenbahnhof, wo die NASA Satelliten und Raumfähren in den Himmel schießt. Aber einem geführten Ausflug bei über 30° trauern wir nicht hinterher und gehen zu Fuß von Bord. Nach der Entdeckung von Krebsen und Wasserschildkröten toben sich Frank und Arik am Strand aus. Arik, der anfänglich deutlichen Respekt vor den Wellen hatte stürzte sich 2 Stunden später mit der Rückendeckung vom Papa todesmutig in die Fluten.

24.09.2013 Charleston/ USA (leicht bewölkt, 27°)

Heute möchte uns diese Südstaatenschönheit verzaubern und ich muss sagen, es gelingt ihr auch. Wir schaffen es zwar nicht zur berühmtesten Sehenswürdigkeit, der riesigen Baumwollplantage aus dem 18. Jahrhundert. Dafür erkunden wir die Stadt allein und zu Fuß in unserem Tempo. Charleston verkörpert geradezu das Bild der Südstaaten und da wir die Touristenwegempfehlung auch mal verließen, konnten wir viele der historischen und palastartigen Herrenhäuser im kolonialistischen Stil bewundern mit ihren gepflegten Gärten, arkibisch gemähten Rasen oder von Rosen umrankten Holzzäunen. Ein toller Ausflug. Am Abend lauschten wir dann Dr. Hartmut Renken, unserem Astronomieexperten an Bord, der mit uns eine Reise durchs Universum machte. Er bietet sogar auf Deck14 jeden Abend eine Sternenbeobachtung an, jedoch erst 23Uhr und das war uns immer zu spät, wenn Arik 6Uhr schon wieder auf der Matte steht.

25.09.2013 Seetag (bewölkt, 24°, 1.087km bis Baltimore)

26.09.2013 Baltimore/ USA (bewölkt, 21°)

Viele Gäste nutzten das nahegelegene (1,5h mit dem Bus entfernt) Washington für einen Ausflug zum Weißen Haus. Arik hätte bestimmt dagegen gestimmt, denn Busfahren und Stillsitzen ist bekanntlich nicht so seine Stärke. Von daher verließen wir mit Ben, Daniela und der kleinen Lilly das Schiff und fuhren für 20$ zu sechst in einem Taxi zum fantastischen Inner Habor. Wir gingen zuerst in das World Trade Center in der Baltimore-Variante. Es ist das höchste fünfeckige Gebäude der Welt und seine 123,5 Meter hohe Plattform bietet eine kilometerweite Aussicht. Danach schlenderten wir gemütlich durch die charmante Metropole, die uns so langsam wieder auf New York einzustimmen versuchte, obwohl sie viel gemütlicher, ruhiger und kleiner war.

27.09.2013 Seetag (wechselhaft, 22°, 806km bis New York)

Heute wird gepackt und weil die Koffer bis morgen früh 1Uhr vor der Tür stehen müssen, geht’s auch Mittags schon los. Damit wir uns beim Koffergewicht nicht verschätzen, nutzen wir die verfügbaren Kofferwagen der Rezeption. Super Service! Immerhin haben wir auch einige Klamotten geshoppt und wir wollen doch darüber hinaus nicht auch noch Geld für Übergepäck ausgeben. Die Farewell-Show „A new Flame“ mit dem Show-Ensemble ab 21Uhr entfällt. Komisch, einfach so ohne Grund, so dass unser letzter Abend an der LunaBar ungewöhnlich ruhig verläuft.

28.09.2013 New York

Die Abreise ist ja bereits oben beschrieben, aber einen Ausflugs-TIPP möchten wir noch geben: wir sind bei herrlichstem Sonnenwetter von der 57nd Street bis zur 14th Street gelaufen. Der New Yorker selbst würde dies für unmöglich halten und auf jeden Fall ein Taxi für 25$ empfehlen, aber wir hatten ja Zeit. Und so sahen wir auch nochmal ein New York fernab von all den touristischen Sehenswürdigkeiten und das normalisierte unser Bild von der Stadt zum Abschied ganz wohltuend.

Alle Rechte Mario Landgraf Text und Fotos Kunde 3112

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AIDAluna Transamerika 2 & Nordamerika 3

Name des Schiffes: AIDAluna

Transamerika 2 vom 29.08.-14.09.2013 & Nordamerika 3 vom 14.09.-28.09.2013

Routenverlauf

Transamerika 2: Hamburg, Bergen/ Norwegen, (Klaksvik/ Dänemark), Reykjavik/ Island, Prinz Christian Sund/ Grönland, Qaqortoq/ Grönland, (St. John´s/ Kanada), Halifax/ Kanada, New York/ USA

Nordamerika 3: New York/ USA, Hamilton/ Bermuda, Nassau/ Bahamas, Miami/ USA, Port Canaveral/ USA, Charleston/ USA, Baltimore/ USA, New York/ USA

Anreise am 29.08.2013 in Hamburg:

Wir kamen gegen 13:30 in Hamburg an und unser Gepäck wurde bereits nach dem Aussteigen aus dem Auto freundlich entgegen genommen und mit den entsprechenden Bandarolen aus den Reiseunterlagen versehen. Auch der weitere Check-In war unproblematisch, da noch kaum Andrang herrschte. Die frühe Anreise hatte sich also gelohnt. Nachdem wir auf dem Schiff ankamen, begegnete uns die erste Schlange am Ausflugschalter. Ich wollte gleich noch einen Ausflug tauschen und das Babyphone ordern und Frank bezog mit Arik schon mal die Balkonkabine auf Deck 8, die sogar schon bezugsfähig war. Arik konnte es kaum erwarten, seinen bereits verspäteten Mittagsschlaf endlich anzutreten. Leider war, trotz Nachfrage im Vorfeld der Reise, kein Babyreisebett im Zimmer vorhanden  Dieses wurde dann erst nach dreimaliger Nachfrage bei der Rezeption gegen 17Uhr geliefert!!! Da war das Kind bereits komplett durch den Wind und die eigentlich begonnene stressfreie Anreise erhielt einen faden Beigeschmack. Zum Glück hatte Mario Landgraf als Begrüßung einen leckeren eisgekühlten Cuveesekt auf die Kabine schicken lassen. Ein leckerer Trost 😉

Abreise am 28.09.2013 aus New York:

Da wir unsere Koffer bereits 1Uhr vor die Kabine stellen mussten, begannen unsere Abreisevorbereitungen bereits am Mittag des 27.09.. Am Morgen des 28. waren dann 9Uhr die Kabinen zu verlassen und 12Uhr sollten alle Gäste vom Schiff sein. 10:45 entschieden die amerikanischen Behörden jedoch spontan, das ganze eine Stunde vorzuziehen, wodurch es natürlich ein ganz schönes Gedränge gab. Wir wackelten also mit unserem Handgepäck gegen 11Uhr vom Schiff und hatten noch Freizeit bis 17Uhr, denn da ging unser Transfer zum Flughafen, auf dem wir dann 18:30 ankamen.

Nun begann mit Kind eine lange Zeit bis zum Bording um 21:15. Tipp: es macht also Sinn, mit Kind einen früheren Rückflug zu buchen! Noch ein Tipp: für Gäste mit einem Rückflug nach 20Uhr gibt es einen Gepäckaufbewahrungscontainer. Alle anderen Gäste sollten schauen, dass Sie eine Ausflug über AIDA buchen, der gleichzeitig als Transfer am Flughafen endet und auch das jeweilige Gepäck mitführt. Wenn man nämlich keinen Ausflug gebucht hat, dann steht man 12Uhr mit seinem Gepäck vor dem Schiff und hat so keine Möglichkeit mehr, etwas zu unternehmen, sondern sitzt einfach die Zeit bis zum Transfer ab. Tipps: – Kopfhörer fürs Fitnessstudio mitnehmen – lieber bissel weniger Klamotten mitnehmen, da man sowohl an Bord (Boss, Gaastra …) also auch in New York und Miami shoppen kann – wer weizenfrei ißt, und damit meine ich nicht glutenfrei, der sollte sich wenigstens für den Anfang der Reise weizenfreies Brot und Müsli mitnehmen, denn das gibt es gar nicht an Bord  – bitte den Arzt nur im Notfall in Anspruch nehmen. Wir haben für die 5minütige Entfernung eines Gerstenkornes am Auge 135€ bezahlt.

Beschwerden kann die Rezeption nicht entgegennehmen und der Arzt lässt gar nicht mit sich diskutieren, obwohl er nicht stattgefundene Posten abrechnet. Da er amerikanischer Staatsbürger ist, kann man sich auch in Deutschland nicht bei der kassenärztlichen Vereinigung über ihn beschweren. – bei den Massagen sollte man den Masseur ruhig darauf hinweisen, wenn man eine kräftigere Massage wünscht, da sie von der AIDA angewiesen sind, sanfte Wellnessbehandlungen zu verabreichen … und manche mögen es ja doch etwas kräftiger. Wir hatten insgesamt 8 Anwendungen und da die Preise 2,5mal so teuer sind, wie in Deutschland, wollten wir über eine Rabatt verhandeln. Leider ohne Erfolg. Es gebe ja immer mal Angebote. Die nutzen mir aber nix, wenn ich eine spezielle Anwendung möchte, die nie rabattiert ist! – Was zu erwähnen wäre: früher gab es wohl Wasserspender auf den Gängen. Jetzt kann man AIDA-Wasserflaschen kaufen für 2,50€!!!

Liebe AIDA, das ist zuviel Geld für einfaches Wasser!!! Auch ist es bei einem All-inklusiv-Urlaub nicht üblich, dass man ab 14Uhr in der Pizzeria das Wasser bezahlen soll, weil die Getränke angeblich nur während der Bella-Vista Öffnungszeiten inklusive sind. – als ich für Frank in der ersten Reisehälfte mal einen Golfausflug buchen wollte, meinte der Scout, dies wäre aufgrund der zu kurzen Liegezeiten nicht möglich. Außerdem wäre eine Mindestanzahl von 3 Personen nötig und die wird bestimmt nicht erreicht. Witzig oder? Immerhin hat der Golfcounter 4 Stunden am Tag geöffnet. Wofür wird der Herr dann bezahlt? Dafür, mir zu erklären, dass ein ausgepriesenes Angebot gar nicht verfügbar ist? Restaurants: – das Bella Vista war eigentlich das gemütlichste Restaurant, weil es nicht so laut ist und man von Deck 11 den schönsten Blick hat. Auch gibt es jeden Abend ein anderes regionales Essensthema. Oft ist es sehr pastalastig – das Marktrestaurant hat eine sehr gemischte Küche und definitiv am Abend die beste Käseplatte, auf der alle Käsearten von der Milchart her beschriftet sind und Feigensenf ist auch immer mit dabei – Die Weite Welt ist zweigeteilt: eine Seite ist sehr asiatisch angehaucht und hat die besten frisch zubereiteten Desserts, die andere ist eher mit viel Fisch, was man leider manchmal auch beim Betreten bereits riecht – Kinderstühle sind überall Mangelware  Reisefilm und Fotoshop: – tolle Idee, weil man vor allem auch das An- und Ablegen an den einzelnen Zielplätzen mit dabei hat, aber leider macht AIDA daraus einen reinen Werbefilm in eigener Sache. Immer wieder wird das Logo eingeblendet und alle sind nur fröhlich beim anstoßen und „AIDA Luna“ sagen gefilmt.

Schade eigentlich, denn das hätte der Veranstalter nicht nötig. Der Preis lag bei einem Reisefilm bei 79€ und beide hätten wir dann rabattiert für 89€ erhalten, haben uns aber aus oben genannten Gründen dagegen entschieden – bei jedem Landgang wird man fotographiert und kann die Bilder danach käuflich erwerben für 7,50€ pro Bild!!! Aber irgendwie kriegen Sie einen dann doch, weil es oft die einzigen Bilder sind, auf denen man mal zu dritt drauf ist Fitness und Sauna: – beides Topp und vielgenutzt, daher hier nicht immer nochmal beim Tagesgeschehen mit erwähnt – bestimmte Kurse wie Yoga oder Spinning kosten extra und sind mit Voranmeldung – manchmal voll zu bestimmten Stoßzeiten, aber das verlief sich immer wieder sehr schnell.

29.08.2013 Hamburg/ Deutschland (bewölkt, 20°, 1.024km bis Bergen)

Die Anreise haben wir ja bereits beschrieben. Obwohl alles perfekt anfing wurde es ab 17Uhr dann doch etwas unentspannt. Wir mussten mit unserem total übermüdeten Arik an der Pflicht-Rettungsübung teilnehmen und die dauerte und wollte kein Ende nehmen. Trotzdem rappelten wir uns um 18Uhr mit unserem Müdschlumpf auf und fuhren nach oben auf Deck12, um dem spektakulären Ablegen der AIDA beizuwohnen.

Arik fiel irgendwann dann einfach um und schlief wie Razzeputz und wir erkundeten dank des geliehenen und wirklich gut funktionierenden Babyphones (5€ pro Tag … für Passagiere, die für viel Geld 30Tage auf dem Schiff verurlauben, sollte dieses Extra doch gratis sein!!!) das Schiff und ließen uns bei der Eröffnungsveranstaltung 21:30 auf dem Pooldeck die AIDA-Crew vorstellen sowie einen kleinen ersten Ausblick auf die uns erwartende Reise.

30.08.2013 Seetag (wechselhaft, 18°)

6:10 Arik begrüßt den Tag und wir sind freudigst überrascht, wie herrlich bequem die Matratzen sind und wie ausgeruht und ausgeschlafen wir uns trotz der frühen Stunde fühlen. Dann das erste Frühstück: die Gäste kloppen sich regelrecht am Buffet und wir warten ewig auf einen Kinderstuhl. Angeblich sind alle bereits gerade verborgt! Was macht die AIDA, wenn in der Ferienzeit wirklich viele Kinder an Bord sind!!! Nicht schön, da das Essensthema mit so einem kleinen Kerl eh schon nicht so entspannt ist. Vielleicht können wir ja einen festen Kinderstuhl reservieren, aber das lehnt die Rezeption ab. Wenn man damit anfangen würde, dann wöllten das alle und das ginge ja nun gar nicht  10Uhr ist Treff auf Deck5 im KidsClub. 4 Erzieherinnen berichten, dass sich auf dem Boot ca. 25 Kinder befinden, wovon die Hälfte wahrscheinlich unter 3 Jahren ist, aber sie können leider erst ab 3 betreuen und der beheizte Kinderpool draußen mit Rutsche darf von den Windelträgern natürlich auch nicht benutzt werden. Flexibilität = 0! Schade  Also teilen wir uns für den Rest des Urlaubs auf: es kann immer nur einer in die Sauna, ins Fitnessstudio oder zum Volleyball … der andere sitzt im Bällebad mit Arik neben der Rutsche … tolle Aussicht. Abends gabs Cocktails und eine wirklich professionelle Elvis Presley Show mit Kevin Weatherspoon, die für uns beste Stimme des AIDA Show-Ensembles.

31.08.2013 Bergen/ Norwegen (wechselhaft, 14°)

Schade, wir waren erst 9:30 auf Deck12, als das Schiff bereits unter der großen Hängebrücke hindurch schwamm, aber wir konnten vom Balkon aus trotzdem vieles mit der Kamera festhalten! 10Uhr begann unser Mammutausflug: 7,5h die faszinierende Naturlandschaft Westnorwegens, die man am besten auf der Fahrt zum Hardangerfjord erlebt. Natur pur.

Die Probe aufs Exempel mit unserem Arik, aber probieren geht ja bekanntlich über studieren. Er hat 6 Stunden Busfahrt so tapfer durchgehalten, aber es war einfach zu lang für den kleenen Kerl. Aber wir haben viel gesehen (Fjorde, Wasserfälle) und hatten einen wirklich fähigen einheimische Reiseleiter, der die Rücktour sogar unkonventionell mit Musik von Edward Krieg und anderen norwegischen Komponisten untermalte, was zu dem Zeitpunkt die doch etwas gestressten Gemüter herrlich entspannte. Wir hatten für Bergen phantastisches Wetter abgepasst: blauer Himmel, Sonne und ab und an ein bisschen Regen, aber da saßen wir meist im trockenen Bus. 19 Uhr gab es dann auf der AIDA die Durchsage, dass wir die Farörinseln wegen 6-8 Meter hoher Wellen auslassen müssen. Schwierig, dass diese Durchsagen in den Kabinen nicht ausschaltbar sind und Arik, der gerade eingeschlafen war, erwachte natürlich wieder. Auf Kinder unter 3 ist hier scheinbar niemand wirklich eingestellt! Ab 19:30 genossen wir dann „Sauna unterm Sternenhimmel“ mit wohltuenden Aufgüssen, Peeling, Maske und viel Ruhe (natürlich gegen Aufpreis! 20€ pro Person, aber dafür kann man dann auch die sonst kostenpflichtige Wellnessoase mit nutzen). Die Mädels vom Wellnessbereich nahmen sogar das Babyphone an sich, damit wir einen gemeinsamen Aufguss genießen konnten. Und während des Aufgusses legte das Schiff ab und wir waren vor dem großen Panoramafenster in der finnischen Sauna live dabei.

01.09.2013 Seetag (wechselhaft, 12°, 1.939km bis Reykjavik)

Unser pünktlicher Wecker Arik haut uns 6:20 raus und das, obwohl es durch die erste Zeitverschiebung ja eigentlich noch eine Stunde früher ist. Viele waren seekrank, was endlich für etwas Luft am Buffet sorgte. Endlich mal nicht so ein Gerammel  Am Abend genossen wir eine tolle Show im Theatrium: „Viva Las Vegas“ mit der warmen souligen Stimme von Kevin Weatherspoon, der Songs von Elvis Presley, Stevie Wonder und Michael Jackson präsentierte. Anschießend versanken wir mit Emmi & Willnowsky in den Untiefen des menschichen Humors. Sie präsentierten die schrägsten Lieder, die schrillsten Sketche und die schlimmsten Witze der Welt und wir amüsierten uns köstlich.

02.09.2013 Seetag (bewölkt, 8°)

Ich genoss gleich 9Uhr eine wirklich entspannende Ganzkörpermassage und da die Sauna bereits 8Uhr öffnet, gönnte ich mir sogar vorher noch einen Saunagang. Heute wollten wir gemütlich um 15Uhr mal einen Kaffee trinken und waren geschockt vom irren Ansturm auf das Kuchenbuffet. Als hätte es den ganzen Tag noch nichts zu essen gegeben. Wirklich gruslig, was manche so in sich hineinschaufeln. Es gibt bis 14Uhr Mittagessen und um 10 vor 3 steht vor dem Weite Welt Restaurant schon wieder eine riesige Schlange für Kaffee und Kuchen an!!! Aber wenn alles bezahlt ist, muss man´s natürlich auch „abessen“. Wir überlegten, ob wir vielleicht das abendliche Anstellen am Buffet mal umgehen wollen und an der SushiBar natürlich auch wieder kostenpflichtig mal Sushi naschen. Immerhin werden die kleinen Leckereien auch im AIDA-TV angepriesen. Jedoch fragte ich mich, wie denn die Sushiqualität des Fisches (nämlich tagfrisch) auf dem Schiff garantiert werden soll und nachdem ich vom Kellner die herablassende Antwort bekam „natürlich sei der Fisch tiefgefroren“ begrub ich den Gedanken, am Abend mal Sushi essen zu gehen. Nigiris mit vormals gefrorenem Thunfisch muss ich nicht probieren. Dafür ließen wir uns am Abend von der Exklusivshow „Somnambul“ des Show-Ensembles in eine poetische Traumwelt entführen und waren begeistert von phantasiereichen Kostümen, wundervollen Songs und toller Akrobatik. Sehenswert!

03.09.2013 Reykjavik/ Island (leicht bewölkt, 11°)

12:15 legten wir in Reykjavik an, der nördlichsten und vielleicht auch heißesten Hauptstadt der Welt … jedenfalls unter der Erde. Da wir doch sehr abgelegen anlegten, nutzten wir den Shuttlebus (Tagesticket für 10€), um ins Zentrum zu gelangen. Wir spazierten bei Wind, Sonne und unzähligen Regenbögen in die Innenstadt und dann zur Hallgrimskirche (bei schönem Wetter lohnt es sich auch, mit dem Fahrstuhl auf deren 75 Meter hohe Aussichtsplattform zu fahren und einen Blick über die Stadt zu erhaschen). Von da aus starteten wir einen wohltuender Fußmarsch zurück zum Schiff. Endlich mal ein bisschen Bewegung 😉 Leider war es wohl zu windig oder besser gesagt ich falsch angezogen, so dass mir unser Ausflug eine Erkältung bescherte und ich mich abends ganz schön verschnupfelt fühlte. Ab 21Uhr wurde an Bord „Wer wird Millionär“ gespielt. Die Leute standen Schlange für die 150 limitierten TED-Geräte, da man einen Platz auf der 86-tägigen Jungfernfahrt der neuen AIDA 2015 gewinnen konnte. Wir gönnten uns leckeren Wein von der Vinothek auf Deck10, da wir den all-inklusive-Wein jetzt schon nicht mehr sehen konnten. Die Weinpreise sind nicht ohne und es werden peinlich genau 0,1 oder 0,2 abgemessen. Übrigens wurde die Frage, ob sich dann nur Rentner auf der 86-tägigen Fahrt befinden von AIDA verneint, sie wäre auch für Burn-Out-Patienten die richtige Wahl!!! Aha! Burn-Out-Kranke und Rentner auf einen Schiff sind wirklich eine spannende Mischung.

04.09.2013 Reykjavik/ Island (leicht bewölkt, 11°)

Da unser Tag wie immer früh begann, zogen sich die Stunden bis zum Ausflugsbeginn ein wenig, aber 11Uhr ging es endlich los. Wir waren gespannt und ergatterten den Busplatz in der ersten Reihe mit Panoramablick (einige andere Gäste, die ganz hinten sitzen mussten, beschwerten sich mit Recht, weil sie für denselben Preis gar nichts sehen konnten). Aber unser Platz war perfekt für das uns bevorstehende Naturschauspiel aus Vulkanen, Gletschern, Geysiren und Wasserfällen. Mit Individualtourismus hatte das jedoch wenig zu tun, da ca. 700 Touris an der Tour teilnahmen. Und es war trotzdem der Knall im All. Wir fuhren bei Topp Wetter (selbst der einheimische Reiseleiter betonte mehrfach, wie ungewöhnlich sonnig dieser Tag war) ins Gebiet des großen Geysirs zur Springquelle Strokkur (witzig ist, dass immer mit dem großen Geysir geworben wird und kurz vorher erfährt man dann, dass dieser seit Jahren schon nicht mehr aktiv ist!!!). Aber egal, der Dampf der heißen Quellen zischte auch bei den kleineren Geysiren einfach aus dem Boden und entlud sich durch mehrere kleinere und große Wassersäulen von bis zu 25 Metern. Anschließend ging es weiter zum Wasserfall Gullfoss und da die Sonne schien verwandelten sich Millionen von Wassertropfen des 30 Meter in die Tiefe stürzenden Wasserfalls in einen farbenfrohen Regenbogen. Letzter Halt der Tour war das älteste Naturschutzgebiet Islands. Das Gebiet von Thingvellir, in dem zahlreiche Erdspalten und Risse beeindruckende Zeugnisse der Kontinentaldrift sind wodurch ein faszinierendes Gebiet mit Lavaströmen, tiefen Erdspalten, Seen und üppiger Vegetation entstand.

05.09.2013 Seetag (bewölkt, 9°, 1.272km bis zur Prinz-Christian-Sund-Passage)

Nachdem wir an der Polartaufe für die Erwachsenen nicht teilgenommen hatten, waren wir heute mit Arik bei der Atlantik-Kindertaufe um 15Uhr mit am Start. Die Mädels der Kinderanimation hatten sich toll als Meeresbewohner geschminkt und verkleidet und die Kids hatten echt viel Spaß. Jedes Kind erhielt sogar eine Taufurkunde. Wir freuten uns den ganzen Tag auf unser abendliches Highlight zu Franks Geburtstag: ein leckeres 6-Gang-Menü im Gourmet-Restaurant Rossini. Endlich mal wieder bedient werden ohne Anstehschlacht am Buffet und gemeinsam essen ohne dass immer einer gerade wieder am Buffet unterwegs ist. Wir genossen den Abend bei kulinarischen Häppchen, lecker Wein in sehr schönem Ambiente und muß man auch mal sagen: zu vernünftigen Preisen. Die Krönung war eine Etagere mit selbstgemachten Pralinen zum abschließenden Espresso. Sehr lecker.

06.09.2013 Seetag Prinz-Christian-Sund-Passage/ Grönland (bewölkt, 9°, 178km bis Qaqortoq)

Nun hat es Arik doch erwischt. Immerhin haben wir mittlerweile die Uhr schon 4 Stunden nach hinten gedreht und heute Morgen war er dann doch schon 5:15 putzemunter und unsere Nacht war zu Ende. Draußen pfiff der Wind im dichten Nebel. Nach einem frühen Frühstück verging die Zeit soooo schleppend, bis endlich 10Uhr der Kidsclub öffnete. Gegen 12Uhr erreichten wir den engen Prinz-Christian-Sund an der Südspitze Grönlands und der Nebel lichtete sich immer mehr, so dass sich die atemberaubende Schönheit dieses natürlichen Kanals für unser Auge eröffnete. Dennoch hingen vereinzelte Wolken tief über dem Wasser. Eine fast bizarre Hexenlandschaft aus scharf geschnittenen Felsen, grandiosen Gletschern und spektakulären Eisbergen. Sehr beeindruckend. Leider haben wir keine Wale und Robben sichten können. Nachdem wir Grönlands Schönheit während Ariks Mittagsschlaf von der Sauna aus bestaunten mummelten wir uns zu dritt dick ein und genossen sogar vollkommen unerwartet noch Sonnenstunden auf Deck 12. Frank spielte spontan einige Sätze Volleyball und gönnte sich danach einen 16 Jahre alten Whiskey on the Rocks mit echtem grönländer Gletschereis, was die Crew frisch „geerntet“ hatte. Eine echt tolle Idee. Die Leute standen Schlange! Nach dem Abendessen wurden wir im Theatrium Zeuge von waghalsiger Akrobatik. Die „Varieté Cards“ sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Eine atemberaubende Perfektion, ohne Netz und doppelten Boden, dafür mit viel Emotion und Hingabe. Und bei allem Kraftaufwand sieht es auch noch total leicht und spielerisch aus. Irre!

07.09.2013 Qaqortoq/ Grönland (wechselhaft, 4°)

8:00 legten wir in Qaqortoq, dem größten Ort Südgrönlands, an. Da die Wettervorhersage nur 4° meldete und Regen, entschied ich mich, mit meiner Schnupfnase und Arik, der auch schon schniefte, an Bord zu bleiben. Frank genoss, nachdem er mit einem Tenderboot übergesetzt wurde, einen alleinigen Landgang. Mit dem Kinderwagen wäre man da eh nirgends lang gekommen. Er brachte uns tolle Bilder mit von den drei erklommenen Gipfeln mit herrlichem Blick in die Fjorde. Er schwärmte danach von dem wunderbaren Gefühl, da oben mit sich und der Natur allein aber auch Eins sein zu können. Es waren für ihn bewegende Momente der Ruhe! Auch der Ort selbst bot mit seinen farbenfrohen Gebäuden aus der Kolonialzeit viele schöne Fotomotive. Am Nachmittag nahmen wir Arik mit in die Aromasauna. Die hat nur 55° und ist für Kinder auch geeignet und wir hatten zu dritt viel Spaß. Am Abend übertrafen sich dann die Programmpunkte mal wieder und wir ergatterten sogar ein gutes Pläzchen im Theatrium (Tipp: die meisten sitzen ab 19Uhr, um gute Plätze zu besetzen und stehen dann auch bis zur letzten Show nicht mehr auf. Wenn man diese ewige Warterei vermeiden will, tut es auch ein Platz im Gang auf Deck 10. Da sitzt man dann auf den Treppen auch bequem und hat einen tollen Blick … besser als in Reihe 2 oder 3.) Wir kuschelten mit Gänsehaut bei toll interpretierten Liebesliedern, lachten uns bei Emmi und Willnowsky kaputt und in der anschließenden ABBA-Homage schwelgte jeder in alten Erinnerungen, die er mit den Liedern verband.

08.09.2013 Seetag (bewölkt, 9°, 1.550km bis St. John´s)

Wir sind auf dem Weg nach St. John´s und der Tag beginnt wie gewohnt früh durch unseren pünktlichen 6Uhr-Wecker Arik. Die Zeit, bis 10Uhr endlich der KidsClub öffnet schleppt sich dahin. Arik genießt es, endlich mal ohne Ziel auf dem Schiff herumzustromern, alle Fahrstühle gleichzeitig zu ordern, um dann doch nicht einzusteigen, den Fitnessclub genauestens zu inspizieren und dabei vor Glück lustig vor sich hin zu jauchzen. Leider will der Nebel und Regen den ganzen Tag nicht weichen, so dass wir gar nicht raus können. Frank freute sich riesig auf „I want it all“ am Abend im Theatrium, aber die QueenShow war leider nicht so der Hit. Freddy Mercury ist einfach schwer nachzuahmen und nicht zu toppen, aber die russischen Tänzer und Tänzerinnen habens dann doch noch rausgerissen. Die waren wirklich spitzenklasse!!!

09.09.2013 St. John´s/ Kanada (wechselhaft, 17°)

Neufundland ist geprägt von rauen Bergen, kahlen Fjorden, tiefen Gletscherseen ausgedehnten Wäldern und den von Wellen ausgewaschenen Klippen. Neufundlands Hauptstadt konnten wir jedoch leider nicht anfahren. Arik schlief und wir saßen gegen 14Uhr mit dem Fotoapparat bewaffnet zur Hafeneinfahrt bereit in der Sonne auf Deck 11, da brach der Kapitän die nur 80Meter breite Einfahrt in den Naturhafen aufgrund Wind und Wellen ab. Doch kein Landgang jedoch ein weiterer Seetag, dafür bei endlich gemütlichen Temperaturen von fast 20°C. Ab 19:30 genossen wir dann wieder ein „Spa unterm Sternenhimmel“ mit Erlebnisaufgüssen, Tee, Obst, Peeling, Maske und kuscheliger Zweisamkeit.

10.09.2013 Seetag (leicht bewölkt, 15°, 1.041km bis Halifax)

Unsere Anfrage im KidsClub, ob dieser schon 8:30 das Spielzimmer für die Kleinen öffnen könne, wurde mit dem Argument abgebügelt, dass die Öffnung um 10Uhr auf allen AIDA-Schiffen Standard wäre und außerdem dann bestimmt erfahrungsgemäß Spielsachen geklaut werden würden … genau! Wir würden das gesamte Bällebad wegschleppen. Sind denn alle Eltern kleinerer Kinder potenzielle Diebe! (Tipp: wie ich zu Beginn der zweiten Reise erfuhr, wurde eine frühere Öffnung durch die Rezeption dann doch unproblematisch möglich gemacht … ich hatte wohl an der falschen Stelle [bei den Mädels der Kinderanimation] gefragt). Auf dem Weg nach Halifax wurden wir am Nachmittag an Deck ordentlich durchgepustet. Arik fiel mit samt dem Kinderwagen aufgrund des Windes auf Deck 12 einfach um und der Schreck saß ihm noch lange in den Knochen. Auch Franks Volleyballspiel machte bei dem Gepuste keinen Spaß, weil der Ball mehrfach abtriftete. Uns erreicht die Nachricht, dass es für die ausgefallenen Landtage in St. John´s und auf den Farörinseln 200€ Gutschrift auf dem Bordkonto gibt! 20Uhr legten wir in Halifax an und es freuten sich viele Gäste, endlich von Bord gehen zu dürfen und Halifax´s Nachtleben zu erkunden … das kam für uns leider nicht in Frage, aber die mittlerweile 5stündige Zeitverschiebung macht auch uns irgendwie zu schaffen. Wir fielen 21Uhr ins Bett und razzten sofort weg.

11.09.2013 Halifax/ Kanada (wechselhaft, 20°)

Arik lässt uns genau 20 Minuten länger schlafen, aber heute lohnt sich das Aufstehen, weil wir ja endlich mal wieder von Bord dürfen, um die größte Stadt der wildromantischen Halbinsel Neuschottlands zu erkunden, das „San Francisco des Nordens“. Wir schlendern bei milden 20°C durch maritimes Flair und sind froh, keinen Ausflug gebucht zu haben, da doch die vielen Sehenswürdigkeiten sehr dicht beieinander liegen und wir sie in unserem Tempo zu Fuß ablaufen können. Wir spazieren durch das liebevoll restaurierte Hafenviertel und toben mit Arik durch den herrlich duftenden Public Garden. Bereits 1836 angelegt ist er mit seinen Ententeichen und Blumenbeeten der älteste viktorianische Garten Nordamerikas. Weiter ging es zur Festungsanlage Citadel Hill, von der wir jedoch aufgrund Nebel und Sprühregen keinen weiten Ausblick genießen konnten. Die Kanadier sind übrigens unglaublich hilfsbereit. Sobald man mit Stadtplan suchend an einer Kreuzung steht, kommt sofort jemand, der Hilfe anbietet. Auch kommt uns alles entschleunigter vor, als in Deutschland. Alle Autos halten sofort, sobald ein Kinderwagen die Straße überqueren will … bei uns undenkbar! Am Abend warteten zwei Höhepunkte: zuerst das Tanztheater „Bis an alle Sterne“. Weiche verträumte Choreographien zu wunderschön vertonten Rilketexten und im Anschluss daran holten uns Emmi und Willnowsky mit ihren Untiefen des menschlichen Humors wieder zurück in die Realität. Bauchmuskelkater!

12.09.2013 Seetag (bewölkt, 20°, 1.126 km bis New York)

Unser verlässlicher Wecker Arik war defekt. Er klingelte bereits 4:30 und beendete die Nacht. Wir haben uns dann ab 5Uhr im Bett für 6€ einen James Bond Film angesehen … Action schon vorm Frühstück. Das Tagesprogramm lud aufs Pooldeck ein. Komischerweise waren aber alle Pools wasserlos und es wurden gerade Maler- und Instandhaltungsarbeiten vorgenommen. Hmmm, wäre unsere Reise in New York zu Ende gewesen, hätte ich das ganz schön ärgerlich gefunden. Da sind endlich bissel über 20°, aber man kann nicht mehr baden gehen!?!? Unsere Klimaanlage war seit 3 Tagen defekt. Sie powerte auf Vollleistung, so dass man kaum in die Kabine hineinkam, so drückte es von innen gegen die Tür. Arik hustete bereits seit 2 Tagen, da sein Reisebett direkt unter der Klimaanlage stand. Die Rezeption wollte uns die ganze Zeit einreden, dass müsse so sein bis es Frank mit Nachdruck gelang, eine Spezialisten zu ordern, der sich das Thema vor Ort mal ansah. Nach langem hin und her stellte sich heraus, dass Franks gestellte Diagnose richtig war und das Problem konnte endlich behoben werden. Leider blieb Ariks und mein Schnupfen, der eigentlich vermeidbar gewesen wäre, hätte man unser Problem gleich ernst genommen. Schade! Am Abend gabs ein Farewell-Dinner mit zahlreichen Delikatessen, u.a. Hummer und später dann ein Sektbuffet auf dem Pooldeck (beides leider nicht wirklich lecker). Dafür tanzten wir aber noch das erste Mal im Urlaub unter freiem Himmel endlich einen Walzer.

13.09.2013 New York (leicht bewölkt, 25°)

Das erste und einzige Mal im Urlaub haben wir uns den Wecker auf 5Uhr gestellt, da wir natürlich das Einlaufen in New York auf Deck12 mitverfolgen wollten. Die Stadt die niemals schläft und uns durch ihre unglaubliche Atmosphäre einige Tage in Atem halten wird. Frank fotografierte fleißig und Arik war so aufgekratzt, dass er uns trotz der frühen Morgenstunde volle Konzentration abfordert. Obwohl wir bereits 8Uhr anlegten, war das Thema Passkontrolle für viele eine unendliche Geschichte. Es wäre wirklich wünschenswert, vom Reisebüro im Vorfeld einen Tipp dazu zu erhalten. Alle Gäste werden in Gruppen eingeteilt und wenn man keinen Ausflug über AIDA gebucht hat oder eine andere individuelle Buchung vorweisen kann, dann kommt man, wenn man Pech hat, erst 13Uhr von Bord. Und am nächsten Tag müssen die Abreisenden 9Uhr aus der Kabine sein und 12Uhr vom Schiff. Da kauft man einen Urlaub mit 2 Tagen New York und hat am Ende nicht mal einen!!! Wir hatten ja zum Glück Zeit und verlassen 11Uhr mit unserem Privatscout Thomas, Stephie und Fynn (ein Pärchen mit gleichaltrigem Kind, was wir im Kidsclub kennenlernten) das Schiff. Wir werden aufgrund der Kinderwagen sofort an allen noch Wartenden vorbeigeschleust und die Kontrollen fallen weitaus simpler aus als angekündigt. Wir dürfen sogar Getränke und Essen für Arik mit von Bord nehmen! Und da ist sie nun: die ganze Welt auf engstem Raum, ein wirklicher Schmelztiegel der Kulturen mit 8 Millionen Einwohnern. Thomas, der sich in New York bereits auskennt, zeigt uns ausgewählte Sehenswürdigkeiten, bis die Fußsohlen dampfen. Wir beginnen in der Mitte Manhattans beim flimmernden und blinkendenTimes Square. Hier kreuzen sich 42nd Street und Broadway und alles ist schrill, laut und hektisch. Weiter geht es zum Empire State Building, das mit seinen 381 Metern, 110 Stockwerken und seiner faszinierenden Aussichtsplattform seit den Anschlägen vom 11.09.01 wieder als höchstes Gebäude der Stadt in den Himmel ragt. Unser nächstes Ziel ist das Rockefeller Center und zu Franks Freude geht’s danach zum UNO-Gebäude. Ich jammerte spätestens hier lautstark und so traten wir den Heimweg an und waren 16Uhr nach 5stüngigem Fußmarsch vollkommen platt wieder auf der AIDA. Frank war übrigens total baff, dass zwischen den riesigen Wolkenkratzern doch noch ca. 25% alte Häuserstruktur z.B. auch aus der Prohibitionszeit zu sehen ist. Alle Gäste sind bereits am packen und uns wird bewusst, dass unsere Reise nun gerade mal Bergfest feiert und dass wir uns entspannt auf weitere 14 Tage Urlaub freuen dürfen.

14.09.2013 New York (leicht bewölkt, 25°)

Nachdem wir gestern kaum Kinderwägen und gar keinen Spielplatz in New York entdeckten, fanden wir heute morgen direkt einen am Pier92, so dass Arik erst mal todesmutig toben konnte. Frank staunte Bauklötze, was sein nicht mal 2 Jahre alter Recke schon alles erklettert und vor allem, in welcher Präzision und Geschwindigkeit. Unser Spaziergang dann führte uns in den Central Park und es war komischer Weise genau so, wie oft in Filmen dargestell: grün, ruhig und ideal zur kleinen Erholung vom sonst hektischen New York. Was für ein Kontrast zum Brodwaytrubel gestern. Ein unbedingtes Muß bei einem New York Besuch und da er Fußwege von mehr als 50km Länge bietet, 3 Seen, mehrere Teiche, und viele verschiedene Sport- und Spielflächen, kann man locker einen ganzen Tag dort verbringen.

15.09.2013 New York (leicht bewölkt, 25°)

Heute stand unsere geplante Stadtrundfahrt mit dem Hop On Hop Off Bus an. Gleich am Pier faßte uns jemand ab und nach anfänglichen Verständigungsproblemen kauften wir dann zwei Tickets á 59$ pro Person, welche gleich zwei Stadtrundfahrten beinhalteten. Eine hätte 49$ gekostet und zwei eben 10$ mehr … aber TIPP: man schafft keine zwei an einem Tag! Arik hatte natürlich nicht viel Freude, im Bus still zu sitzen, hielt aber ganz tapfer durch. Die einzige Station, an der wir ausstiegen, war das Emire State Building, da Frank unbedingt auf die Aussichtsplattform wollte. Für 27$ pro Person waren wir dann nach ca. 40minütigen Anstehen endlich oben und genossen aufgrund glücklichem Wetter eine gigantische Aussicht über die Stadt.

16.09.2013 Seetag (leicht bewölkt, 20°, 1.308km bis Hamilton/ Bermuda)

Das Wetter kippte und wir waren froh, dass wir in den letzten Tagen den Central Park und auch die Aussichtsplattform vom Empire State Building bei Sonnenschein genossen haben. 12Uhr wiederholte sich die Rettungsübung für alle Passagiere und 13Uhr legten wir dann ab und hatten bei der Ausfahrt aus New York nochmal dieses herrliche Panorama. Arik schlief, so dass wir beide das Auslaufen genießen konnten ohne ihm ständig hinterher zu rennen. Ich genoß um 14Uhr endlich meine langersehnte Ayurvedische Massage, die sowohl meinen New York müden Beinen sowie meinem Rücken Linderung verschaffte. Wirklich sehr zu empfehlen obwohl die ausländischen Masseure nur englisch sprechen.

17.09.2013 Seetag (leicht bewölkt, 22°)

Herrlich warme Temperaturen überraschen uns schon am Morgen, als wir den Tag gemeinsam auf dem Balkon begrüßten. Bereits am Vormittag ist das Pooldeck voller badewütiger Sonnenanbeter und Arik darf auch das erste Mal plantschen und genießt das kühle Naß sichtlich. Er spritzt und erkundet alles neugierig, während Frank sich beim Volleyball diesmal leider den Frust holt, weil die Qualität der Spieler einfach zu unterschiedlich ist und es so keinen Spaß macht, zu spielen. Beim Abendessen quatschten wir uns bis 21:30 bei Rotwein fest und genossen dann gut beschwippst die Exklusivshow „Somnambul“ im Theatrium und anschließend auch noch unsere Bordtranse Gene Pascale, die beim neuen (im Schnitt ca. 5 Jahre jüngeren) Publikum wesentlich besser ankam und gefeiert wurde, wodurch auch er/ sie mehr in sein/ ihr Element kam. Schon erstaunlich, wie unterschiedlich das Publikum der ersten und zweiten Tour auf diesen Gastkünstler reagierte. Nachdem es bei der ersten Tour reihenweise Reklamationen an der Rezeption gab, liebten ihn die Gäste der zweiten Tour und feierten seinen derben Humor.

18.09.2013 Hamilton/ Bermuda (wechselhaft, 28°)

Ankunft in Bermuda gegen 8Uhr bei herrlich sommerlichen Temperaturen. Wir freuen uns darauf, nach dem Frühstück direkt an Land zu gehen. Leider liegen wir so weit außerhalb, dass wir in den 2 Stunden bis zum Ausflugsbeginn nicht wirklich was von der Insel zu Gesicht zu bekommen. Irgendwann finden wir dann zufällig einen kleinen hübschen Strand, nur 5 Minuten vom Schiff entfernt, aber es lohnt sich aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr, die 5$ Eintritt zu zahlen, da wir ja 12Uhr unseren Badeausflug nach Horseshoe Bay gebucht haben. Besser gesagt den Zubringer zu diesem Strand. Herrlich weißer feiner Sand und türkisfarbenes Wasser. Leider völlig ohne Schatten. Und das Ausleihen von Liege und Schirm hat auch nochmal 32$ gekostet. Wieso weisen die Scouts nicht darauf hin, wenn man mit kleinem Kind diesen Ausflug bucht und empfehlen uns stattdessen den nahegelegenen Strand … wohl, weil sie daran nix verdienen. 3 Buse á 20 Leute à 29€ für den Zubringer zum Strand sind 1.800€! Hätte man den Bus so über Einheimische gebucht, wäre man mit 4$ pro Person und Fahrt weggekommen  Was wir auf der 30minütigen Fahrt zum Strand sahen, wirkte austauschbar. Zwei schöne Golfplätze waren dabei. Von der angekündigten liebenswerten Mischung aus britscher Korrektheit und karibischer Lässigkeit war jedoch für uns nicht soviel zu spüren.

19.09.2013 Seetag (wechselhaft, 28°, 1.519 km bis Nassau/ Bahamas)

Heute spüre ich deutlich, wie ich langsam keinen Bock mehr auf dieses Frühstück hier habe und wie es auch schlaucht, an Seetagen den Tagesablauf auf Arik abzustimmen. Stundenlanges Sitzen im Kids-Club neben der Rutsche im Bällebad. Nach 2 Stunden sporteln im Fitnesscenter geht es mir besser. Vielleicht sollte bei Reisebuchung deutlich darauf hingewiesen werden, dass es wirklich keine Ausnahmen gibt für die Kinderbetreuung, die leider erst ab 3 Jahren greift.

20.09.2013 Seetag 21.09.2013 Nassau/ Bahama

Da Frank ab 11:30 einen Schnorchelausflug gebucht hatte, verließen wir relativ früh das Schiff, um den versprochenen kolonialen Charme der Bahamahauptstadt zu erleben. Leider war wohl außer den AIDA-Touristen noch kaum ein Einheimischer wach, so dass die Stadt eher einsam und schmuddelig wirkte. Das einzigste, was geöffnet hatte, waren riesige Juweliergeschäfte mit vielen Angestellten und Sicherheitsleuten, aber kaum Konsumenten. Dazu kam noch, dass es regnete. Alles in allem waren wir froh, 11Uhr wieder an Bord zu sein. Als Frank vom schnorcheln zurück kam, schwärmte er, dass die Stadt plötzlich wie ausgewechselt war. Alles bunt und voller Leben, Straßenmusikanten … wir waren wohl einfach am Morgen zu früh! Schade, dass viele AIDA-Ausflüge zeitlich ungünstig liegen, nämlich genau in der Mitte der Liegezeit. Man kann dann vor- oder nachher kaum noch etwas sinnvolles unternehmen oder nochmal vom Schiff gehen.

22.09.2013 Miami/ USA (wechselhaft, 32°, 341km bis Port Canaveral)

7Uhr legten wir im größten Passagierhafen der Welt an, der jährlich 2,5Millionen Besucher an Land bringt und heute auch uns. Die Hitze und Luftfeuchtigkeit in der wohl schillerndsten Stadt Floridas erschlägt einen förmlich, aber wir machen uns dennoch auf den Weg. Ein bisschen beneiden wir die Gäste, die sich die Everglades, den zweitgrößten Nationalpark der USA, anschauen werden mit seiner faszinierenden Flora und Fauna. Als wir jedoch auf dem Rückweg unserer Shoppingtour in der Mittagssonne fast zerflossen sind und der tapfere kleine Arik vor Erschöpfung im Wagen einschlief, wussten wir, dass unser Verzicht auf den Ausflug die richtige Wahl war. Wir werden ein andermal Alligatoren und Krokodile sehen. Außerdem war ja heute noch Bundestagswahl und die wurde von 11:30 bis 13:30 sogar auf dem Pooldeck übertragen

23.09.2013 Port Canaveral/ USA (sonnig, 32°, 350km bis Charleston)

Arik erwacht erst 7:15 und wir starten ausgeschlafen und gemütlich in den Tag. Da wir keinen Ausflug gebucht haben sind wir natürlich ein wenig traurig, dass unser Anlegeplatz so weit außerhalb liegt. Es gebe hier viel zu entdecken, denn es ist nur ein Katzensprung bis zum berühmten Raketenbahnhof, wo die NASA Satelliten und Raumfähren in den Himmel schießt. Aber einem geführten Ausflug bei über 30° trauern wir nicht hinterher und gehen zu Fuß von Bord. Nach der Entdeckung von Krebsen und Wasserschildkröten toben sich Frank und Arik am Strand aus. Arik, der anfänglich deutlichen Respekt vor den Wellen hatte stürzte sich 2 Stunden später mit der Rückendeckung vom Papa todesmutig in die Fluten.

24.09.2013 Charleston/ USA (leicht bewölkt, 27°)

Heute möchte uns diese Südstaatenschönheit verzaubern und ich muss sagen, es gelingt ihr auch. Wir schaffen es zwar nicht zur berühmtesten Sehenswürdigkeit, der riesigen Baumwollplantage aus dem 18. Jahrhundert. Dafür erkunden wir die Stadt allein und zu Fuß in unserem Tempo. Charleston verkörpert geradezu das Bild der Südstaaten und da wir die Touristenwegempfehlung auch mal verließen, konnten wir viele der historischen und palastartigen Herrenhäuser im kolonialistischen Stil bewundern mit ihren gepflegten Gärten, arkibisch gemähten Rasen oder von Rosen umrankten Holzzäunen. Ein toller Ausflug. Am Abend lauschten wir dann Dr. Hartmut Renken, unserem Astronomieexperten an Bord, der mit uns eine Reise durchs Universum machte. Er bietet sogar auf Deck14 jeden Abend eine Sternenbeobachtung an, jedoch erst 23Uhr und das war uns immer zu spät, wenn Arik 6Uhr schon wieder auf der Matte steht.

25.09.2013 Seetag (bewölkt, 24°, 1.087km bis Baltimore)

26.09.2013 Baltimore/ USA (bewölkt, 21°)

Viele Gäste nutzten das nahegelegene (1,5h mit dem Bus entfernt) Washington für einen Ausflug zum Weißen Haus. Arik hätte bestimmt dagegen gestimmt, denn Busfahren und Stillsitzen ist bekanntlich nicht so seine Stärke. Von daher verließen wir mit Ben, Daniela und der kleinen Lilly das Schiff und fuhren für 20$ zu sechst in einem Taxi zum fantastischen Inner Habor. Wir gingen zuerst in das World Trade Center in der Baltimore-Variante. Es ist das höchste fünfeckige Gebäude der Welt und seine 123,5 Meter hohe Plattform bietet eine kilometerweite Aussicht. Danach schlenderten wir gemütlich durch die charmante Metropole, die uns so langsam wieder auf New York einzustimmen versuchte, obwohl sie viel gemütlicher, ruhiger und kleiner war.

27.09.2013 Seetag (wechselhaft, 22°, 806km bis New York)

Heute wird gepackt und weil die Koffer bis morgen früh 1Uhr vor der Tür stehen müssen, geht’s auch Mittags schon los. Damit wir uns beim Koffergewicht nicht verschätzen, nutzen wir die verfügbaren Kofferwagen der Rezeption. Super Service! Immerhin haben wir auch einige Klamotten geshoppt und wir wollen doch darüber hinaus nicht auch noch Geld für Übergepäck ausgeben. Die Farewell-Show „A new Flame“ mit dem Show-Ensemble ab 21Uhr entfällt. Komisch, einfach so ohne Grund, so dass unser letzter Abend an der LunaBar ungewöhnlich ruhig verläuft.

28.09.2013 New York

Die Abreise ist ja bereits oben beschrieben, aber einen Ausflugs-TIPP möchten wir noch geben: wir sind bei herrlichstem Sonnenwetter von der 57nd Street bis zur 14th Street gelaufen. Der New Yorker selbst würde dies für unmöglich halten und auf jeden Fall ein Taxi für 25$ empfehlen, aber wir hatten ja Zeit. Und so sahen wir auch nochmal ein New York fernab von all den touristischen Sehenswürdigkeiten und das normalisierte unser Bild von der Stadt zum Abschied ganz wohltuend.

Alle Rechte Mario Landgraf Text und Fotos Kunde 3112


Quelle: https://primaschiffe.de/
Stand: 24.09.20 um 01:09 Uhr